Meere

Die Meere der Erde sind voller Leben. Vom mikroskopisch kleinen Plankton bis zum riesigen Blauwal beherbergen sie eine unglaubliche Spanne an Tieren und Pflanzen. Selbst in völliger Dunkelheit bergen die Ozeane eine erstaunliche Vielfalt an Lebewesen, die zu großen Teilen noch unerforscht ist. Doch diese Vielfalt ist bedroht. Durch übermäßige Fischerei und rücksichtslose Fangmethoden, durch die Einleitung von Abwässern und Chemikalien und durch den menschengemachten Klimawandel wurden viele Arten an den Rand des Aussterbens gebracht.

Wale
Die bekanntesten Meeresbewohner, für die sich Greenpeace seit jeher einsetzt, sind sicher die Wale. Obwohl die Bestände der verschiedenen Arten bereits stark dezimiert sind und seit 1982 ein internationales Fang-Moratorium besteht, werden Wale von japanischen, isländischen und norwegischen Walfangflotten noch immer gejagt. Diese Länder dringen innerhalb der Internationalen Walfangkommission (IWC) auf eine Aufhebung des Moratoriums. Greenpeacer auf der ganzen Welt setzen sich daher jedes Jahr aufs Neue dafür ein, dass die IWC diesem Drängen nicht nachgibt.

Fischerei am Limit
In den vergangenen Jahren ist neben den Walen ein weiteres Thema in den Mittelpunkt unserer Meeres-Kampagnen gerückt. Die industrielle Fischerei mit ihren ausgeklügelten Fisch-Ortungssystemen hat einen großen Teil der Fischarten an den Rand der Ausrottung gebracht. Nach einer Schätzung der Welternährungsorganisation sind mehr als die Hälfte aller Fischbestände bis an ihre Grenzen genutzt, fast ein Fünftel überfischt und weitere sieben Prozent bereits erschöpft sind. Obwohl diese Problematik seit Jahren hinlänglich bekannt ist, werden Jahr für Jahr zu hohe Fischereiquoten festgelegt. Auch viele Fangmethoden führen zu ökologischen Katastrophen. Nach wie vor verenden zahlreiche Tiere als sogenannter Beifang. Jungfische, Vögel, Schildkröten und sogar Haie oder Wale verfangen sich in den Netzen und werden tot oder schwer verletzt über Bord geworfen. Grundschleppnetze mit schwerem Geschirr zerstören außerdem die Fauna und Flora auf dem Meeresboden, den sie geradezu umpflügen.

Was wir tun
Unsere Arbeit als Greenpeace-Gruppe ist auf drei Ziele ausgerichtet: Von der Politik fordern wir ein nachhaltiges Fischereimanagementsystem – mit zu hohen Fangquoten muss endlich Schluss sein. Darüber hinaus halten wir großflächige Meeresschutzgebiete für erforderlich, in denen jede Art der kommerziellen Nutzung ausgeschlossen ist. Drittens fordern wir von den Handelsketten eine an ökologischen Kriterien ausgerichtete und transparente Einkaufspolitik. Stark bedrohte Fischarten dürfen nicht mehr in den Supermarktregalen landen. Um dieses Ziel zu erreichen, appellieren wir an die Verbraucher, keinen vom Aussterben bedrohten Fisch zu kaufen. An Infoständen und in Supermärkten informieren wir über die Problematik der Überfischung.

Welcher Fisch darf auf den Tisch?
Jeder Einzelne kann der rücksichtslosen Jagd nach dem letzten Fisch etwas entgegensetzen. Der Greenpeace-Einkaufsratgeber zeigt auf, welchen Fisch sie noch guten Gewissens kaufen können und welchen Sie weglassen sollten. Bei einigen Arten ist das Fanggebiet entscheidend. Achten Sie daher auf die Angaben, die jede Fischpackung und jedes Etikett in der Theke aufweisen müssen.  Beachten Sie auch, dass der Einkaufsratgeber regelmäßig aktualisiert wird – bitte benutzen Sie stets die neueste Auflage. Sie können den Ratgeber auf http://www.greenpeace.de im Themenbereich „Fischerei“ (bei „Meere“) herunterladen oder bestellen.

Weiterlesen
Auch die Ölförderung und der Klimawandel bedrohen die Weltmeere. Welchen menschengemachten Gefahren das Leben im Meer ausgesetzt ist und was dagegen getan werden muss, aber auch, welche Erfolge Greenpeace im Meeresschutz aufweisen kann, lesen Sie auf http://www.greenpeace.de im Themenbereich „Meere“.