Mehr Transparenz von Lidl

Greenpeace-Aktivisten demonstrieren vor Tübinger Lidl-Filiale für eine bessere Tierhaltung

Themengebiet:
Umwelt & Wirtschaft

Tübingen, 13.4. 2017 – Für eine transparente Kennzeichnung von Supermarkt-Fleisch demonstrieren Greenpeace-Aktivisten heute ein weiteres Mal vor einer Tübinger Lidl-Filiale. Mit einem zwei Meter großen Schwein aus Pappe stehen die Tübinger Umweltschützer ab18.30 Uhr vor Lidl in der Schweickhardtstraße 11. „Frag Lidl, wie ich leben muss!“, steht auf dem Aufsteller. Die Kunden können per Postkarte ihre eigenen Fragen zur Fleischproduktion direkt an Lidl stellen. „Beim Kauf von Lidl-Fleisch weiß niemand, ob die Tiere leiden mussten, ob Antibiotika eingesetzt wurden oder gentechnisch verändertes Tierfutter im Trog gelandet ist. Das muss Lidl ändern“, sagt Sophie Hartmann von Greenpeace Tübingen. „Wir fordern von Lidl, mit gutem Beispiel voranzugehen. Der Discounter soll freiwillig und ehrlich auf den Produkten seiner Eigenmarke Landjunker seine Kunden über die Herkunft und die Haltung der Tiere informieren.“ In Dänemark zeigt der Discounter bereits, dass es besser geht. Dort verkauft Lidl Fleisch von Schweinen, denen kein Antibiotikum verabreicht wird, die nicht mit gentechnisch veränderter Nahrung gefüttert werden und die ihre Ringelschwänze behalten dürfen.

Lidl und Aldi sind Preisdumper der Fleischbranche

Mit dem Logo der Initiative werben besonders Lidl und Aldi massiv auf ihrem Fleischangebot. Der Großteil des Fleisches kommt jedoch nicht aus Betrieben der Initiative, sondern aus umweltschädlicher Massentierhaltung. Der gesamte Einzelhandel redet sich mit seiner ‚Initiative Tierwohl‘ aus der Verantwortung heraus. Das grenzt an Verbrauchertäuschung. Die Supermärkte – vor allem die Discounter – drücken die Preise für Fleisch. Sie locken die Kunden mit Angeboten in den Laden, ohne transparent zu machen, welche Folgen die billigen Preise für Tiere und Umwelt haben. Greenpeace fordern von Lidl, kein Billigfleisch mehr zu verkaufen. Der Discounter muss erklären, wie er die Haltung seiner Tiere verbessern wird.

Verbraucher verlangen mehr Transparenz von Lidl und Aldi

Fleisch aus besserer, tiergerechterer Haltung wünschen sich 90 Prozent der Kunden von Lidl und Aldi von den Lebensmittel-Discountern. Dafür sind 85 Prozent der Befragten bereit, bis zu fünf Euro pro Kilogramm Fleisch mehr zu bezahlen. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage unter Kunden der beiden Discounter im Auftrag von Greenpeace. „Auch Supermarkt-Kunden wollen kein Billigfleisch auf Kosten der Tiere“, sagt Sophie Hartmann. „Der Handel muss dem Wunsch seiner Kunden nachkommen.“ Greenpeace fordert für alle Fleischprodukte eine verpflichtende Haltungskennzeichnung. Die Umfrage online:http://gpurl.de/iqlj2.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Sophie Hartmann, Tel. 0157/54105213. Fotos erhalten Sie unter Tel. 0177-7454 642.
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Pressetexte

  • PDF icon Schweinefleisch Siegel-RatgeberPDF |580.75 KBFür Fleisch gibt es viele verschiedene Siegel. Doch wieviel Tierschutz verbirgt sich dahinter? Greenpeace hat Gütesiegel für Schweinefleisch unter die Lupe genommen. Fazit: Die wenigsten Siegel verraten dem Verbraucher, wie die Tiere für das Schnitzel oder den Braten gehalten wurden.

    PDF icon Gute Gründe, weniger Fleisch zu essenPDF |1.21 MBGreenpeace fordert: Bessere Haltungsbedingungen für Tiere, z.B. mehr Platz und Auslauf Keine nicht-kurativen Eingriffe wie Schwänze kupieren, Schnäbel kürzen und betäubungslose Kastration Verpflichtende Haltungskennzeichnung für Fleisch ähnlich der frischer Schaleneier Reduktion des Antibiotika-Einsatzes und keine sogenannten Reserve-Antibiotika in der Nutztierhaltung Faire Preise für die Erzeuger