Greenpeace Tübingen erinnert an Fukushima

Mit 40 Störfall-Plakaten in der Innenstadt bringt Greenpeace Tübingen die Katastrophe zurück in den Fokus

Themengebiet:
Energiewende

Presseerklärung vom 07. März 2014

Tübingen, 07.03.2014 – Am Dienstag, 11.03.2014 ab 18.30 Uhr verteilen Mitglieder von Greenpeace Tübingen, in Schutzanzügen gekleidet und mit Schutzmasken ausgerüstet in der Tübinger Innenstadt 40 Schilder mit denen auf Störfälle in Atomanlagen in den letzten 50 Jahren hingewiesen wird. Damit wird rund um und auf dem Holzmarkt von 19 Uhr bis ca. 21 Uhr die Reaktorkatastrophe in Fukushima vom 11. März 2011 in den Fokus gerückt wird.

Risikotechnologie Atomkraft

Die Welt schaute im März 2011 entsetzt nach Fukushima. Es ereignete sich nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl im April 1986 eine von den Verantwortlichen für undenkbar gehaltene Atomkatastrophe, von der noch viele Generationen betroffen sein werden. Wie konnte ein Unfall dieses Ausmaßes in dem hochentwickelten Land Japan passieren?

„Die Risikotechnologie Atomkraft ist auch dann fehlbar, wenn keine Naturkatastrophen wie Tsunamis und Erdbeben dem GAU vorausgehen! Aus diesem Grund ist ein schnellstmöglicher Ausstieg aus der Atomenergie die einzig sinnvolle Lösung – nicht nur in Deutschland“, sagt Ulrike Beck, Sprecherin von Greenpeace Tübingen.

Mittlerweile ist es still geworden um Fukushima, obwohl der Atomunfall weiterhin voranschreitet und die Menschen in Japan bedroht. Nach wie vor wird hochradioaktive Strahlung an die Umwelt freisetzt, z.B. durch radioaktiv verseuchtes Kühlwasser. Es gibt keine Lösung für die sichere Bergung oder Abschirmung der durchgeschmolzenen Reaktorkerne. Noch immer ist unklar wie es überhaupt in den hochverstrahlten Reaktortrümmern aussieht.

Energiewende beschlossen – keine Rückschritte!

Die Regierung um Angela Merkel hat sich aus guten Gründen für die „Energiewende“ in Deutschland entschieden, leider scheint die Bundeskanzlerin diese Ziele nun den Interessen der Energiekonzerne opfern zu wollen. Es darf zu keinen weiteren Atomunfällen kommen, weder in Deutschland noch in anderen Ländern. „Deshalb müssen alle Atomkraftwerke so schnell als möglich abgeschaltet und klare, verbindliche und ehrgeizige Klima- und Energieziele festgelegt werden“, so Beck.

Achtung Redaktionen: Für Rückfragen steht Ihnen Ulrike Beck zur Verfügung, Tel.: 0176/ 62345827