Greenpeace-Aktivisten protestieren zum 10. Mal mit Stinkefinger vor Tübinger McDonald‘s

Aktivisten fordern artgerechte Tierhaltung und keine Gen-Pflanzen im Tierfutter

Themengebiet:
Landwirtschaft

 Tübingen, 16.7. 2015 – Aus Protest gegen Billigfleisch aus Massentierhaltung bei McDonald‘s protestieren heute Greenpeace-Aktivisten in Tübingen vor der McDonald´s Filiale in der Reutlinger Straße 66 von 19.15 Uhr bis 20.30 Uhr mit Plakaten. Auf diesen ist eine Hühnerkralle in Form eines Stinkefingers zu sehen sowie die Forderungen: „Stoppt Massentierhaltung!“ und „Stoppt genmanipuliertes Futter!“ Eine Forsa-Umfrage vom März 2015 im Auftrag von Greenpeace zeigt, dass Verbraucher kein billiges, mit Gentechnik und Antibiotika produziertes Hähnchenfleisch wollen. „McDonald‘s ignoriert die Wünsche der Verbraucher“, sagt Ulrike Beck, Sprecherin von Greenpeace Tübingen. „Der Konzern muss erkennen, dass er nur verlieren kann, wenn er sich nicht ändert.“

Die Tübinger Greenpeace-Aktivisten stehen heute zum 10. Mal seit Anfang  April dieses Jahres mit ihren Plakaten vor der Tübinger Filiale. Die bei jedem Besuch überaus positiven Reaktionen der Autofahrer und Passanten zeigen, dass die Forderungen an McDonald´s genau den Nerv der Verbraucher treffen.

Billige Produktion für McDonald‘s – Umweltschäden für alle

Die Produktion ohne Gentechnik ist möglich. Der deutsche Einzelhandel macht es vor. Rewe, Edeka, Lidl und Aldi-Nord verzichten bei Hähnchenfleisch auf den Einsatz von Gen-Futter. Auch der größte deutsche Geflügelproduzent Wiesenhof setzt seit Anfang 2015 auf gentechnikfreies Futter. „McDonald’s könnte ohne Probleme Chicken Nuggets und Chickenburger ohne Gen-Futter herstellen. Auch bei Rindfleisch könnte die Fast-Food-Kette eine Vorreiterrolle übernehmen“, so Beck. „Anstatt in bessere Qualität und Umweltschutz zu investieren, sollen Tisch- und Lieferservice den Burgerriesen aus seinem anhaltenden Umsatztief befreien.“

Die Produktion von Billigfleisch wirft nicht nur ethische Fragen nach dem richtigen Umgang mit Tieren auf, sondern hat gefährliche Folgen für Mensch und Umwelt. Dazu gehört die Zunahme multiresistenter Keime auf Hähnchenfleisch durch den hohen Einsatz von Antibiotika in den Ställen. Böden und Wasser werden durch Nitrat aus Mist und Gülle verschmutzt. „Die Folgeschäden der skrupellosen Billigfleischproduktion müssen wir alle tragen – auch Verbraucher, die McDonald’s meiden“, sagt Beck. Greenpeace fordert von McDonald‘s, den Einsatz von Gentechnik in der Produktion von Fleisch, Eiern und Milch aufzugeben. Das Unternehmen muss artgerechte Tierhaltung und einen sinkenden Einsatz von Antibiotika in die Unternehmensleitlinie aufnehmen.

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