Gentechnik bei McDonald’s in Deutschland

Greenpeace-Aktivisten demonstrieren in Metzingen

Themengebiet:
Landwirtschaft

 Presseerklärung  vom 13. November 2014

Metzingen/Tübingen, 14.11.2014 – Am Samstag, 15.11.2014, protestieren Tübinger Greenpeace-Aktivisten mit einer Plakat-Aktion gegen den Einsatz von Gentechnik bei McDonald’s Deutschland vor der Metzinger Filiale in der Ulmerstraße 15. Sie sprühen außerdem Hühner und Sprüche mit Sprühkreide auf den Boden. Von 11.30 Uhr bis 13.30 Uhr haben Kunden vor Ort die Möglichkeit sich zu informieren, Protestpostkarten zu unterschreiben und diese direkt an das Fast-Food-Restaurant zu übergeben. Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Protestaktion in 44 Städten. „Die Aktivisten wollen den Verbrauchern deutlich machen, was McDonald’s den Kunden verschweigt. Verbraucher können nicht erkennen, dass Gentechnik zum Einsatz kam. Vorherige Aktionen zeigen: Oft wissen nicht einmal die Mitarbeiter oder Filialleiter, wie die Nuggets und Burger produziert werden. Dabei wirbt McDonald’s aktuell sogar mit Transparenz,“ sagt Ulrike Beck von Greenpeace Tübingen.

Die Nutzung von Gen-Soja in der Produktion von billigem Fleisch hat Folgen: Der mit dem Anbau verbundene hohe Einsatz von Pestiziden führt zu resistenten Unkräutern und bedroht die Artenvielfalt. Anwohner in den Anbaugebieten sind den ausgebrachten Giften häufig schutzlos ausgesetzt.

Industrielle Landwirtschaft belastet Umwelt und Natur

Im April kündigte McDonald‘s an, wieder Gen-Soja im Hähnchenfutter einzusetzen – nach 14 Jahren, in denen der Fast-Food-Konzern europaweit darauf verzichtet hatte. McDonald‘s nannte wirtschaftliche Gründe für den Rückschritt. Dabei würde ein gentechnikfrei produzierter Chickenburger nur einen Cent mehr kosten. Während McDonald’s in Österreich, Frankreich und der Schweiz weiterhin auf Gen-Futter bei ihren Hähnchenprodukten verzichtet, ignoriert das Unternehmen hierzulande die Verbraucherwünsche. 79 Prozent der Verbraucher ist es wichtig, dass Legehennen und Mastgeflügel nicht mit Futter gefüttert werden, das gentechnisch veränderte Pflanzen enthält. Dies zeigte im April 2014 eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage: http://gpurl.de/Umfrage-Gentechnik.

„McDonald’s Deutschland könnte ohne große Probleme auf Gentechnik verzichten. Das wäre ein erster Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Produktion“, sagt Ulrike Beck. „McDonald‘s setzt auf Billigfleisch. Damit ist die Fast-Food-Kette verantwortlich für den massiven Einsatz von Gen-Futter und Antibiotika in der Tierhaltung sowie für miserable Tierhaltungsbedingungen.“ Greenpeace setzt sich für eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft sowie eine artgerechte Tierhaltung ein.


Achtung Redaktionen: Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ulrike Beck, mobil erreichbar unter: 0151/567 141 48, e-mail:  info@tuebingen.greenpeace.de.

 

Pressetexte

  • PDF icon Gentechnik bei McDonald’s in DeutschlandPDF |71.73 KBPresseerklärung vom 13. November 2014 Greenpeace-Aktivisten demonstrieren in Metzingen Metzingen/Tübingen, 14.11.2014 – Am Samstag, 15.11.2014, protestieren Tübinger Greenpeace-Aktivisten mit einer Plakat-Aktion gegen den Einsatz von Gentechnik bei McDonald’s Deutschland vor der Metzinger Filiale in der Ulmerstraße 15.