Beachparties für den Klimaschutz - Greenpeace Aktionen in Tübingen und Reutlingen vor der Klima-Konferenz in Paris

Presseerklärung vom 1. November 2015

Themengebiet:
Klimawandel

Tübingen & Reutlingen, 6./7. November 2015 – Am Freitag, den 6. November und am Samstag, den 7. November demonstrieren die Greenpeace Gruppen Münsingen und Tübingen mit Beachparties für den Klimaschutz. Diese finden am Freitag zwischen 14 und 17 Uhr auf dem Tübinger Holzmarkt und am Samstag zwischen 10 und 12 Uhr auf dem Reutlinger Albtorplatz statt. Die Gruppen werden während der Veranstaltungen von Rien Achterberg, welcher seit über vierzig Jahren als Greenpeace Aktivist tätig ist und bereits Besatzungsmitglied auf der Rainbow Warrior I war, unterstützt. Der Anlass für die zwei Veranstaltungen ist die ab Ende November stattfindende Klimakonferenz in Paris. Während der Aktionen wird an drei Stationen illustriert, was den Klimawandel verursacht, was die heute bereits spürbaren und die drohenden Auswirkungen des Klimawandels sind und was gegen den Klimawandel getan werden muss, um unter dem Zwei-Grad Ziel zu bleiben.  Mit dabei wird auch ein Eisbär sein, denn für den Lebensraum Arktis geht es beim Thema Klimawandel schlichtweg um die nackte Existenz.

Bereits jetzt gibt es Menschen, die keine Zukunft mehr haben, weil der Klimawandel ihre Lebensgrundlagen zerstört hat. „Die Ironie der Geschichte ist, dass diese Menschen, wie beispielsweise indigene Jäger auf Grönland oder Inselbewohner im Pazifik, überhaupt nicht zu den Entwicklungen beigetragen haben, unter denen sie nun am Allerheftigsten zu leiden haben“, sagt Ulrike Beck, Sprecherin von Greenpeace Tübingen. Bei ihren Aktionen werden die Greenpeace Gruppen solche konkreten Klimaschicksale den Passanten nahe bringen.

Globaler Klimaschutz fängt im Kleinen an

Besonders wichtig ist den Gruppen das Thema Klimagerechtigkeit und hier setzen sie beim ganz persönlichen ökologischen Fußabdrucks eines jeden an. Damit Deutschland auf nationaler Ebene seinen Treibhausgas Ausstoß auf ein gerechtes Maß reduzieren kann, muss der Energiesektor weiter revolutioniert werden und die Energiewende vorangetrieben werden. Hierzu fordern die Gruppen konkret ein Kohleausstiegsgesetz. Zudem richten sie sich gegen staatliche Subventionen für die extrem klimaschädlichen Kohlekraftwerke. „Wer auf internationaler Bühne den Klimaschutz predigt, muss zuhause die Energiewende voran bringen, sonst wird die Klimakonferenz in Paris wieder nur ein weiteres Spektakel hohler Phrasen“, so Beck

Viel Zeit bleibt nicht mehr. Dem im Jahr 2014 veröffentlichten IPCC Bericht (http://www.de-ipcc.de/de/200.php) zufolge kann das Zwei-Grad Ziel nur eingehalten werden, wenn wir von nun an den CO2 Ausstoß auf weniger als 1000 Gigatonnen CO2 Äquivalente begrenzen. Bei den derzeitigen Emissionen wird die Menschheit ab dem Jahr 2040 ihr gesamtes Budget aufgebraucht haben.

Achtung Redaktionen: Für Rückfragen per E-Mail unter info@greenpeace.muensingen.de, Ulrike Beck, Sprecherin von Greenpeace Tübingen, vor Ort erreichbar unter 0151/56714148 und Oliver Bott, Sprecher der Gruppe Münsingen vor Ort erreichbar unter 0176/96544085.