Zum Schutz der Bienen

Media

Am Samstag, dem 5. Juli hat Greenpeace Tübingen an einem Infostand gegen die Bedrohung der Bienen durch den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft protestiert und Unterschriften zum Schutz der Bienen gesammelt.

Passanten konnten mit ihrer Unterschrift selbst gegen den Verkauf der Pestizide in den Baumärkten protestieren. Außerdem haben wir kleine Päckchen mit Saatgutmischungen für Balkon und Garten verteilt, damit die Tübinger Bürgerinnen und Bürger selbst für mehr Artenvielfalt und Nektar für die Bienen sorgen können.

Weltweit gehen die Bestände an Honig- und Wildbienen zurück. Imker beklagen unerklärliche Verluste, in einigen Regionen der Erde sind Ernteausfälle nur mit großem Aufwand zu verhindern. Denn beim viel diskutierten Bienensterben steht weitaus mehr auf dem Spiel als allein nur das Überleben einer Art oder die Produktion von Honig: Bienen und andere bestäubende Insekten sind unerlässliche Helfer in der Landwirtschaft. Ein Großteil unserer Nahrungsmittel ist von ihrer Leistung direkt oder indirekt ebenso abhängig wie die Artenvielfalt in natürlichen Systemen und Kulturlandschaften.

Neben den weltweit beobachteten Populationsrückgängen verschlechtert sich der allgemeine Gesundheitszustand der Bienen und ihrer Völker zunehmend. Die Tiere scheinen anfälliger zu werden für Parasiten und Krankheiten. Ursache und Wirkung sind nicht immer leicht auseinander zu halten.

Die Gründe für den Rückgang der Bienen sind vielfältig. Von Klimawandel, Parasiten und Krankheiten bis hin zu Inzucht werden zahlreiche Faktoren genannt. Unbestritten ist, dass die industrielle Landwirtschaft einen entscheidenden Anteil hat: Monokulturen und intensiver Ackerbau in ausgeräumten Kulturlandschaften entziehen den Bestäubern die Nahrungsgrundlage. Akut gefährdet werden Insekten durch die allgegenwärtige und global weiter zunehmende Nutzung von Pestiziden, insbesondere von in der Landwirtschaft verwendeten Giften gegen Unkräuter, Schadinsekten und Pflanzenkrankheiten. Ihr Anteil am Bienensterben scheint lange unterschätzt worden zu sein.

Deshalb fordern wir von den Baumärkten:

  • Verkaufen Sie keine Pestizide, die Bienen gefährden, wie zum Beispiel Mittel mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Neonicotinoide
  • Verlangen Sie von Ihren Pflanzenlieferanten, die Behandlung von Pflanzen mit bienengefährlichen Pestiziden zu stoppen
  • Verkaufen Sie mittelfristig nur noch Pflanzen aus ökologischer Erzeugung und verzichten Sie komplett auf den Verkauf chemisch-synthetischer Pestizide.

 

Tags