Wir haben es satt

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In Berlin haben am 18.1.2020 ca. 30 000 Teilnehmer für gutes Essen und für gute Landwirtschaft demonstriert.

Parallel dazu fand in Tübingen eine Demonstration mit ca. 3000 Teilnehmern statt, mit vorheriger Kundgebung auf dem Tübinger Marktplatz unter dem Motto „Wir haben es satt, Essen ist politisch“.

Mitglieder der Tübinger Greenpeace Gruppe und anderer Greenpeace Gruppen haben dabei auf die Notwendigkeit einer zukunftsfähigen umweltgerechten Landwirtschaft hingewiesen. Auch die Problematik des Fleischkonsums oder der Klimaschädlichkeit der konventionellen Landwirtschaft wurde angesprochen.

Wir fordern eine Wende bei den Agarsubventionen, weg von rein flächenbezogener Bezuschussung hin zur Förderung derjenigen Betriebe, die Tiere artgerecht halten und Klima- und Umweltschutz ernst nehmen. Zu letzterem gehören z.B. Reduzierung der Nährstoffüberschüsse im Boden, Grünlandextensivierung, kein Gifteinsatz, keine Gentechnik, Renaturierungen oder die Anpassung des Tierbestands an die vorhandene Fläche.

Wir fordern auch ein Veto gegen das Mercosur-Abkommen, dem Handelsvertrag mit den südamerikanischen Staaten, der bei uns das Höfesterben und dort die Regenwaldzerstörung noch beschleunigen wird.
Wir fordern einen schnelleren Ausstieg aus dem routinemäßigen Einsatz von Pestiziden, Patent-Saatgut und Gentechnik. Das geht nicht gegen die Landwirte, sondern ist für sie. Die Zukunft liegt in der bäuerlichen Landwirtschaft, nicht in der Agrarindustrie. Die Agrarsubventionen müssen das widerspiegeln, tun das aber noch nicht.

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