Werbung für Anti Kohle Kette

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Am Samstag, dem 19.07.2014 hat Greenpeace Tübingen erneut gegen die geplanten Braunkohletagebaue in der Lausitz protestiert und auf der Neckarbrücke Unterschriften gesammelt.

Tübinger Bürgerinnen und Bürger können sich am 23.08. an der ersten internationalen Anti-Kohle-Kette gegen den Tagebau beteiligen, hatten aber auch am Samstag die Möglichkeit, mit ihrer Unterschrift auf der Liste oder unserem Banner gegen den Tagebau zu protestieren. Von dieser Möglichkeit haben sie wieder regen Gebrauch gemacht.

Auch dieses Banner wird in die Menschenkette im August eingegliedert und die Zahl der gesammelten Unterschriften zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht. Die Menschenkette soll vom polnischen Dorf Grabice über die Neiße bis nach Kerkwitz in Brandenburg reichen. Beide Orte drohen weiteren geplanten Tagebauen zum Opfer zu fallen.

In der Lausitz spielt sich eines der größten Umweltverbrechen Europas ab. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall plant hier weitere gigantische Braunkohlegruben. Gerade erst hat die SPD/Linke-Koalition in Brandenburg sich für den neuen Tagebau Welzow-Süd II entschieden. Alleine die Verbrennung der Braunkohle, die hier ab dem Jahr 2026 abgebaggert werden soll, würde 200 Millionen Tonnen des Klimakillers CO2 freisetzen – vier Mal so viel wie ganz Schweden im Jahr ausstößt. Noch größere Tagebaue sind in der Region in Planung. Zum Beispiel in der benachbarten polnischen Provinz Gubin-Brody. Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger. Für die gleiche Menge Strom erzeugt ein Braunkohlekraftwerk in etwa drei Mal so viel CO2 wie ein modernes Gaskraftwerk.

Die Klimawissenschaft ist in ihrer Analyse deutlich: Fossile Brennstoffe wie Kohle müssen im Boden bleiben, wenn die katastrophalen Folgen des Klimawandels verhindert werden sollen. Die Entscheidung von Brandenburgs rot-roter-Landesregierung gleicht einem klimapolitischen Amoklauf. Wenn Deutschland eine Chance wahren will, seine eigenen Klimaziele zu erreichen, darf es keine weiteren Tagebaue geben. Greenpeace fordert den langfristigen Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2030 und aus der Kohle insgesamt bis zum Jahr 2040.

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