Walschutz: Infostand im Kino

Was sind das eigentlich für Leute, die auf dem Greenpeace-Schiff „Esperanza“ ins Südpolarmeer fahren, um Wale zu retten?

Wer sich das immer schon gefragt hat, bekommt im Kinofilm „Jagdzeit“ interessante Antworten. Bei der Vorführung des Films im Kino Waldhorn in Rottenburg am Neckar war Greenpeace Tübingen an drei Abenden, vom 15. bis 17. Januar, mit einem Infostand zum Thema Walschutz dabei. Der – hier leider nur mäßig besuchte – Film stimmte die Zuschauer offensichtlich betroffen und nachdenklich.

Er dokumentiert die Fahrt der „Esperanza“ von Dezember 2007 bis Februar 2008 ins Südpolarmeer, wo die Crew die japanische Walfangflotte aufspürt und an der Jagd auf Wale zu hindern versucht. Spektakuläre und blutige Bilder sind in der Dokumentation kaum zu finden. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die für mehrere Monate ihr Privatleben und ihre Heimat hinter sich lassen, um sich für den Schutz der Wale und ihres Lebensraums einzusetzen. Der Film gibt einen interessanten Einblick in den Alltag der 37 Umweltschützer, die langwierige Suche nach den japanischen Walfängern, die Konfrontation mit ihnen und die Gedanken und Erfahrungen der einzelnen Aktivisten. Die Schönheit des Südpolarmeers wird ebenso gezeigt wie die unerbittliche Gewalt der Naturkräfte.

Auch wenn Greenpeace in diesem Jahr keine Expedition an die Antarktis unternimmt, ist der Schutz der Meeressäugetiere nach wie vor eines unserer zentralen Arbeitsgebiete. Der Fokus liegt momentan auf der politischen Arbeit innerhalb Japans. Die Medien dort berichten zunehmend kritisch über den Walfang. Weniger als fünf Prozent der japanischen Bevölkerung verzehrt nach eigenen Angaben noch Walfleisch. Vor diesem Hintergrund sind wir zuversichtlich, die im vergangenen Jahr neu gewählte Regierung zu Änderungen bewegen zu können.

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