Stop TTIP!

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Am Samstag hat Greenpeace Tübingen zusammen mit 600 Tübinger Bürgerinnen und Bürgern gegen das Freihandelsabkommen TTIP zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union protestiert. In einem langen Zug sind wir vom Europaplatz über das Justizgebäude bis zum Marktplatz vor das Rathaus gezogen und haben mit Plakaten unseren Protest zum Ausdruck gebracht und Infomaterial zu TTIP verteilt. Geheim verhandelte Handelsabkommen dürfen nicht unsere Umwelt- und Verbraucherstandards aushöhlen. Es darf auch nicht sein, dass Konzerne künftig Staaten vor privaten Schiedsgerichten verklagen können. Deshalb fordern wir den Stopp der TTIP-Verhandlungen.

TTIP gefährdet Umweltschutzstandards

Die hohen Schutzstandards für Verbraucher in der EU sind in den vergangenen Jahren auch aufgrund der intensiven Arbeit der unabhängigen Umweltschutzorganisation Greenpeace aufgestellt worden. Die Standards gelten bei Gentechnik in der Landwirtschaft, beim Einsatz von Pestiziden und anderen Chemikalien. Diesen Standards stehen die Lobby-Interessen der Wirtschaft in den USA wie auch in der EU entgegen. Der US-amerikanische Lobbyverband der Nahrungsmittelindustrie, CropLife America, will laut eigener Aussage die Schutzstandards und das ihnen zugrunde liegende Vorsorgeprinzip im Rahmen der TTIP-Verhandlungen abbauen. ( Link zur Erklärung von CropLife America: http://gpurl.de/gw8rc )

In 34 Ländern weltweit haben Menschen mit über 550 Aktionen gegen diese Handelspolitik protestiert. Über 400 Organisationen unterstützen in der europäischen Union die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative „STOP TTIP“. Knapp 1,7 Mio. Bürgerinnen und Bürger haben bereits dafür unterzeichnet.

Während TTIP noch verhandelt wird, ist CETA - das Abkommen zwischen der EU und Kanada - bereits ausgehandelt, aber noch nicht von den Instanzen der EU und den nationalen Parlamenten angenommen worden. Ob TTIP, CETA oder andere Abkommen, das Schema ist immer gleich: Die EU droht, dass ohne diese Abkommen Europa dem wirtschaftlichen Untergang geweiht sei. Immer mehr Menschen erkennen jedoch, was tatsächlich auf dem Spiel steht: Unsere Standards im Umwelt- und Verbraucherschutz.

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