Solution versus Pollution

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Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die innerstädtischen Parkplätze für Menschen umzugestalten. Als Beweis funktionierte Greenpeace Tübingen am Freitag den 18.09.2020 fünf Parkplätze bei der Johanneskirche in ein gemütliches Wohnzimmer um. Unter dem Motto “Solution - Pollution: Städte für Menschen, nicht für Autos” zeigten bundesweit Greenpeace Gruppen wie Bereiche, die eigentlich für Autos reserviert sind, mit kreativen Ideen zu Oasen und Räumen für Gemeinschaftsprojekten werden. Der internationale Parking Day bietet dafür Raum und Zeit um über Schlüsselkonzepte einer autofreien Stadt nachzudenken und zu diskutieren.

Der öffentliche Raum in Städten gehört mehrheitlich den Autos und nicht den Menschen. Vor allem parkende Autos blockieren teilweise 23 Stunden pro Tag Flächen, die dem öffentlichen Raum dann fehlen. Tendenz steigend - denn Parkplätze müssen auf die immer größer werdenden PKW angepasst werden. Der Anteil der SUVs und Geländewagen der neu zugelassenen PKW liegt aktuell sehr hoch. Fast jedes dritte neu zugelassene Auto war zuletzt ein SUV. 2019 wurden über eine Million neue SUVs zugelassen und somit wächst der Flächenverbrauch für fahrende und
parkende Autos.

Ein Umbau städtischer Mobilität wird wegen steigender Zusammenstöße zwischen Fahrradfahrenden und Kraftfahrzeugen, Klimakrise, Lärm und Luftverschmutzung durch den Autoverkehr intensiv diskutiert. Das Fahrrad ist ein zentraler Teil der Lösung für Verkehrsprobleme in Ballungszentren. Der Platz auf den Straßen muss auf Kosten des Autos neu verteilt werden. Fahrräder benötigen deutlicher weniger Platz auf den Straßen. Außerdem könnten neben Auto-Fahrstreifen auch umgebaute Parkplätze Platz für ein verbessertes Radwegenetz schaffen, oder eben direkt für Gemeinschaftsprojekte genutzt werden.

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Kostenlose Yogastunden auf Tübinger Parkplätzen

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