Shell, nimm deinen Müll mit!

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Als Teil einer bundesweiten Protest-Aktion gegen Shells zerstörerische Pläne in der Nordsee demonstrierte Greenpeace Tübingen am 29. August 2020 vor der Shell-Tankstelle in Kirchentellinsfurt.

Der aktuelle Anlass ist ein Streit um die Entsorgung alter Fördertechnik aus dem Brent-Ölfeld nordöstlich der Shetland-Inseln zwischen Shell und der OSPAR-Kommission (Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks). Die Betonverankerungen im Meeresboden mit integrierten riesigen Öltanks von drei ausgediente Betonplattformen sollen, Shells Plänen zu Folge, in der Nordsee bleiben und nicht umweltgerecht an Land entsorgt werden. Dadurch bleiben 11.000 Tonnen ölhaltiges Wasser im Meer zurück. Die britische Regierung ist gewillt, Shells Pläne
zu genehmigen.

Der erneute Versuch von Shell, die Meere und speziell die Nordsee als Müllkippe zu missbrauchen stößt bei Greenpeace auf scharfe Kritik und kann nicht unbeantwortet bleiben. Wir fordern: Shell, nimm deinen Müll mit!

 

Ein weiteres Ziel innerhalb der Meeresschutz-Kampagne ist die Beendigung der Öl- und Gasindustrie in der Nordsee. Aktuelle Greenpeace-Studien zeigen, dass der Nordostatlantik zu einer Industrielandschaft mit 727 umweltrelevanten Öl- und Gasförderanlagen verkommen ist, wobei sich 95 % dieser Anlagen in der Nordsee befinden. Der Normalbetrieb verursacht enorme Klima- und Meeresschäden, welche sich ohne einen Wandel zu Erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren erhöhen werden.

Bereits am 30. Juli 2020 starteten die Greenpeace Schiffe Esperanza und Rainbow Warrior zu einer mehrwöchigen Schiffstour in der Nordsee. Ziel dieser Expedition ist die Analyse von Wasserproben, die Beurteilung des Zustandes der Nordsee und die Verhinderung der Entsorgung von giftigem Müll in der Nordsee durch Shell.

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