Shell: Hände weg von der Arktis

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Wie soll man es nennen, wenn Shell, als einer der größten Öl-Konzerne der Welt, trotz einer Wahrscheinlichkeit von 75 % für einen oder mehrere schwere Unfälle während des Förderzeitraums von 51 Jahren, mit allen Mitteln in der Arktis nach Öl bohren will? In einer der letzten unberührten Regionen und einem der sensibelsten Gebiet unserer Erde? Innovativ? Vorausschauend? Und wie soll man es nennen, wenn Shell und seinem Vorhaben von der US-amerikanischen Behörde für Rohstoffangelegenheiten vorausgesagt wird, dass es bei einem Unfall, aufgrund der extremen Wetterbedingungen, dem Meereis und der fehlenden Infrastruktur, lediglich möglich ist zwischen ein und 20 Prozent des Öls aus den arktischen Gewässern zu beseitigen? Und wenn Shell trotzdem weiter an seinem Vorhaben festhält? Wirtschaftlich? Nachhaltig? Ich nenne es, der pure Irrsinn und verantwortungslos!

Gerade jetzt im Moment befindet sich die Bohrplattform „Polar Pioneer“ zusammen mit der restlichen Shell-Flotte auf dem Weg in die Tschuktschen- und Beaufortsee vor der Küste Alaskas, dorthin wo Shell in diesem Sommer Probebohrungen durchführen will. Beim Auslaufen der „Polar Pioneer“ aus Seattle vor zwei Tagen, stellten sich ihr dutzende von kleinen Kajaks von Greenpeace und der Bevölkerung entgegen um ihren Protest gegen diesen Wahnsinn zu zeigen.

Dies war auch Anlass für die Tübinger Greenpeace Gruppe vor den Shell-Tankstellen in der Karlstraße 66 und Am Echazufer 60 in Reutlingen für den Schutz der Arktis zu protestieren und die Passanten und Autofahrer darauf aufmerksam zu machen was gerade in der Arktis geschieht. Den Tankstellenbetreibern wurde dabei ein Brief übergeben mit der Bitte an die Shell-Zentrale in Hamburg weiterzuleiten und auf das Problem anzusprechen. Die Aktion fand zeitgleich in 42 weiteren Städten in Deutschland statt.

Die Erderwärmung lässt in der Arktis das ewige Eis schmelzen. Ölkonzerne nutzen dies, um die Arktis auszubeuten. Der russische Ölkonzern Gazprom fördert seit Dezember 2013 mit der Plattform „Prirazlomnaya“ Öl in der Petschorasee, als das weltweit bislang einzige Unternehmen.

Wenn wir aber den Klimawandel begrenzen wollen, dürfen die arktischen Ölvorkommen nicht ausgebeutet werden. Deshalb fordert Greenpeace von Shell, die Ölpläne in der Arktis aufzugeben.
 

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  • PDF icon SHELL: RAUS AUS DER ARKTIS!SHELL: RAUS AUS DER ARKTIS! |125.07 KBDie Erderwärmung lässt das ewige Eis schmelzen, die Permafrostböden tauen auf. Das macht es leichter, die Schätze der Arktis auszubeuten: Öl- und Gasvorkommen. Der internationale Ölkonzern Royal Dutch Shell will in einer der letzen unberührten Regionen der Erde nach Öl bohren. Mit einem havarierten Bohrschiff und einer auf Grund gelaufenen Ölplattform hat Shell bereits im Jahr 2012 eindrucksvoll bewiesen, dass sie den Bedingungen in der Arktis nicht gewachsen sind. Trotz massiver Bedenken und internationaler Proteste will Shell im Sommer 2015 die Ölsuche vor der Küste Alaskas fortführen.

    PDF icon Shell in der Arktis: Wie der Öl-Konzern die Arktis bedrohtSHELL IN DER ARKTIS: WIE DER ÖL-KONZERN DIE ARKTIS BEDROHT |594.8 KBDer internationale Ölkonzern Royal Dutch Shell will in einer der letzten unberührten Regionen der Erde nach Öl bohren. Nach einer beispiellosen Pannenserie im Jahr 2012 will Shell im Sommer 2015 trotz massiver Bedenken und internationaler Proteste in die Arktis zurückkehren.

Weiterführende Links

Proteste gegen Shell-Ölbohrschiff: Schwimmer gegen Stahlkoloss

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