Raus aus dem Weddellmeer!

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 Am 10. Juni bekamen wir auf dem Holzmarkt hohen Besuch: Katharina die Große war angereist, um gemeinsam mit uns und ihrem Küken Stimmen für die Antarktis zu erheben. Über 200 Unterschriften wurden dabei gesammelt, und super schöne Fotos mit dem #PROTECTANTARCTIC in den sozialen Netzwerken geteilt.

Katharina kam stellvertretend für ihre Familie und Freunde in der Antarktis: Wale, Robben, Fische, andere Pinguinarten, Tintenfische, Korallen und viele mehr. Sie sind akut in ihrem Überleben bedroht, denn krillfischende Trawler entreißen dem Weddellmeer an der Nordspitze der Antarktis ihre Nahrungsgrundlage.

Leider kommt es bei diesen riesigen Fischkuttern häufig zu Unfällen, wie Bränden, auslaufendem Öl oder sogar sinkenden Schiffen. Das ist nicht nur für die Besatzung sehr gefährlich, sondern belastet diesen einzigartigen Lebensraum nur noch mehr.

Denn hier, in der Eiseskälte, lebt die Unterwasserwelt: Weite Korallenriffe, riesige Bakterienrasen und auch das größte Tier der Welt, der Blauwal, zeigen sich in ihrer vollen Pracht. Viele Pinguine, Robben und Fische sind darauf angewiesen, sich hier in Sicherheit fortzupflanzen, und zu fressen. Viele Fische, auch Speisefische, brauchen dringend einen Rückzugsort, um ihre Populationen zu vergrößern, und nicht für immer aus den Meeren zu verschwinden.

WissenschaftlerInnen haben zudem herausgefunden, dass für ein fortbestehen der Artenvielfalt in den Ozeanen mindestens 30% dieser unter Naturschutz stehen müssen.

Ökosysteme, wie dieses vor der Antarktisküste, reagieren sehr empfindlich auf Einwirkungen von außen, und deshalb fordern wir: Raus aus dem Weddellmeer!

Der Krill wird vor Allem zu Fischfutter und Omega-3-Fettsäurekapseln für Menschen verarbeitet. Dabei gibt es viele Alternativen für Fischfutter, und auch der Mensch braucht kein Krill. Oft reicht es schon, sich etwas bewusster zu ernähren. Wenn doch akuter Omega-3-Mangel besteht, gibt es gelatinefreie Kapseln aus Mikroalgen. Diese sind kultivierbar und nachhaltig, und kommen nicht vom anderen Ende der Welt.

Im Oktober entscheidet die internationale Antarktiskommission CCAMLR darüber, ob weite Teile des Weddellmeers zum Meeresschutzgebiet erklärt werden.

Wir erheben unsere Stimmen dafür, und das können Sie auch! Auf http://act.gp/katha kann man ganz unverbindlich, ohne Newsletter- oder sonstige Fallen die Petition unterschreiben, und sich über die Aktion informieren.

Wir sagen DANKE an alle HelferInnen, AntarktisfreundInnen und natürlich an Katharina!

 

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