Protest bei McDonald´s Tübingen

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Am Dienstag, dem 23.06.15 waren wir ein weiteres Mal vor der Tübinger McDonald´s Filiale. Es ist immer wieder sehr schön zu sehen, wie positiv unser Protest von den Passanten und Autofahrern aufgenommen wird. Die vielen „Daumen hoch“ und Worte wie: „Finde ich gut, dass ihr hier seid!“, sagen uns, dass wir mit unseren Forderungen nach Gentechnikfreiheit und artgerechter Tierhaltung, genau das ausdrücken, was auch viele Verbraucher wollen. Sicherlich müssen wir uns auch ab und zu einen „dummen Spruch“ anhören oder es wird auch mal übertrieben genussvoll in einem vorbeifahrenden Auto in einen Burger gebissen. Das ist aber eher die Ausnahme und letztendlich zeigen uns auch diese Reaktionen, dass wir mit unseren Plakaten vor McDonald´s genau richtig stehen.

Es wundert einen schon, warum McDonald´s nicht endlich den Schritt in die richtige Richtung gehen will. Wirtschaftliche Gründe oder die Behauptung, dass es zu wenig gentechnikfreie Soja auf dem Markt gibt, wie der Konzern gerne auf seiner Hompepage aufführt, können es nicht sein. Denn andere Lebensmittel-Konzerne zeigen aktuell sehr schön, dass dieser Schritt gut möglich ist.

Zum Beispiel hat die Supermarkt-Kette Lidl vor einigen Tagen angekündigt, ab 1. September diesen Jahres bundesweit bei allen Eiern und Frischgeflügel-Produkten mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“ zu kennzeichnen. Rewe und Edeka lassen bei ihren Eigenprodukten ebenfalls gentechnikfrei füttern und nutzen das Siegel „Ohne Gentechnik“ schon länger.
Im Mai hatte der Einzelhandel sich geschlossen über seinen Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) zum Thema Tierfütterung positioniert. Gentechnisch veränderter Soja als Futterpflanze erteilte er dabei eine deutliche Absage. Der Handel hat erkannt, dass der Anbau von Gen-Soja enorme ökologische Folgen hat und zu einem hohen Einsatz von gefährlichen Pestiziden wie dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat führt.

Die Mehrheit der Verbraucher lehnt Gentechnik im Essen ab und wünscht sich bei Eiern, Fleisch und Milch eine bessere Kennzeichnung, wenn Gen-Pflanzen als Tierfutter im Hühner-, Schweine- oder Rindertrog landen.
Indem das Siegel „Ohne Gentechnik‘ in den Supermarktregalen stärker sichtbar wird, bekommt der Verbraucher in puncto Gentechnik mehr Wahlfreiheit. Im Gastronomie- und Kantinenbereich sieht das leider anders aus. Hier haben die Gäste weiterhin keine Chance zu erkennen, ob Steak, Milchkaffee oder Burger mit Gen-Futter hergestellt wurden.
 

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