Protest bei McDonald's

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Am Donnerstag, dem 25.09 haben wir vor der Tübinger McDonald's Filiale gegen den Einsatz von gentechnisch manipuliertem Futter bei der Erzeugung von Chickenwings, Nuggets und Burgern protestiert. Dabei haben wir an Passanten wie Kunden Protestpostkarten verteilt.

McDonald’s Deutschland ist Umweltschutz zu teuer. Deswegen setzt der Burger-Konzern auf gentechnisch veränderte Pflanzen im Tierfutter. Hähnchen, aus denen Chickenburger und Chicken-Nuggets hergestellt werden, erhalten seit diesem Jahr wieder Gen-Futter. Auch bei der Erzeugung von Hamburgern, Big Macs oder Milchshakes verzichtet das Fast-Food-Unternehmen nicht auf Gen-Futter.

Damit nimmt McDonald’s den massiven Einsatz von gefährlichen Spritzmitteln auf den Gen-Sojafeldern, die Zerstörung der Artenvielfalt und den mangelnden Anwohnerschutz in den Soja-Anbauregionen in Südamerika in Kauf. Dabei würde ein Chickenburger nur weniger als 1 Cent teurer werden, wenn das Unternehmen auf Gen-Soja im Geflügelfutter weiterhin verzichtete.

Es fehlt McDonald’s dabei nicht an Alternativen zu Gen-Pflanzen, sondern schlichtweg am Willen und der Bereitschaft die etwas höheren Kosten zu tragen. Besonders frech daran: In Frankreich, der Schweiz und Österreich lässt der Fast-Food-Riese die Hähnchen für Nuggets und Burger weiterhin ohne Gen-Soja produzieren, in Deutschland schummelt McDonald’s hingegen seinen Kunden die Gentechnik unerkannt aufs Tablett. Mit jedem Chicken-Nugget, der über den Ladentresen geht, wird der riskante Anbau von Gen-Pflanzen weltweit gefördert.