Mahnwache für Tschernobyl

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Am 26.04.2013 – dem Tag des der Reaktorunfalls in Tschernobyl haben wir mit einer Aktion an diesen GAU erinnert.

Wir haben gegen 18:00 Uhr mit Schutzanzügen und Atemmasken auf dem Holzmarkt einen Infostand aufgestellt und in der Innenstadt 40 Schilder verteilt, auf denen Störfälle von AKWs weltweit beschrieben werden. Mit einem Leuchtenden „X“ haben wir auf die Gefahr hingewiesen, die 27 Jahre nach der Katastrophe immer noch von den Überresten des AKWs ausgehen.

Schleichender Zerfall mit schwerwiegenden Folgen

Die Gefahr einer weiteren radioaktiven Verseuchung der Umwelt durch Tschernobyl ist noch immer nicht gebannt. Der Sarkophag um den explodierten Reaktorkern und die Gebäude auf dem Gelände siechen vor sich hin, währenddessen altert die Bausubstanz. Am 13.02.2013 haben Schneemassen das Dach einer Maschinenhalle einstürzen lassen. Die AKW-Ruine stellt eine Gefahr für die ganze Region dar. Laut Vladimir Chuprov, Energieexperte von Greenpeace Russland, hat sich in dem Sarkophag radioaktiver Staub angesammelt, der sich bei einem Einsturz dutzende Kilometer in der Umgebung verstreuen kann.

Atomenergie, Bürde für viele Generationen

Die Nutzung der Atomenergie und der Bau neuer Reaktoren schreiten voran. Nicht nur die Lagerung und der Umgang mit den hochradioaktiven Abfällen eines AKWs sind für die Menschheit ein fast unlösbares Dilemma, auch die Konservierung und der Rückbau ausgedienter Reaktoren sind kaum zu meistern. Der Zustand in Tschernobyl zeigt uns, dass der Preis für den Umgang mit Atomkraft zu hoch ist. Ein Preis der die Menschheit nicht bereit ist zu zahlen, wie uns der Umgang mit den Aufdeckungen unsachgemäßer Entsorgung von radioaktivem Müll im Meer zeigt. Jetzige und kommende Generationen sind dazu verpflichtet, sich gegen das Vergessen einzusetzen. Greenpeace fordert den schnellstmöglichen Ausstieg aus dieser Form der Energiegewinnung, nicht nur in Deutschland.

 

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