Gegen Gentechnik bei Aldi-Süd

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Wir Tübinger Greenpeace-Aktivisten informierten am Freitag, 11.07.2014 und Samstag, 12.07.14 vor dem Parkplatz von Aldi-Süd in der Tübinger Wohlboldstraße 3 mit Plakat und Flyern über den Einsatz von Gentechnik bei Geflügelfleisch und Eiern von Aldi-Süd. Mit dieser Aktion protestierten wir dagegen, dass Geflügel und Legehennen von Aldi-Süd ab sofort wieder mit Gen-Soja gefüttert werden und so bei den Verbrauchern auf dem Tisch landen können. Die Kunden konnten selber aktiv werden und eine Protestpostkarte unterschreiben und direkt im Markt abgeben.

Die Resonanz der Kunden war sehr gut und unser Protest fand bei diesen am Freitag wie auch am Samstag viel Unterstützung. Die gesammelten unterschriebenen Protestpostkarten werden wir an die Aldi-Zentrale in Mühlheim an der Ruhr weiterleiten.

Leider war die Aldi-Filialleitung in der Wohlboldstraße zu keinem inhaltlichen Gespräch bereit und lehnte es auch ab unsere Informationsmappe anzunehmen.

Den Verbrauchern wird Gentechnik indirekt und unbemerkt über Eier, Fleisch und Milch ins Essen geschummelt, ohne dass die Produkte gekennzeichnet sind. Greenpeace fordert von Aldi-Süd, auf Gen-Futter bei den Eigenmarken zu verzichten und diese Produkte mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“ zu bewerben, um so den Anbau von riskanter Gen-Soja nicht zu fördern. Die Verbraucher wollen keine Gentechnik in ihrem Essen und sind auch bereit, mehr Geld dafür auszugeben. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die das Forsa-Institut im Auftrag von Greenpeace im April 2014 erstellt hat. Fast alle Befragten (93 Prozent) sind der Meinung, dass Geflügelfleisch und Eier gekennzeichnet werden sollten, wenn die Tiere mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden. Die große Mehrheit der Befragten ist nach eigenen Angaben auch bereit, mehr Geld für Geflügel und Eier auszugeben, wenn die Lebensmittel ohne Futter aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt wurden.

Der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft hatte im Februar angekündigt, genmanipuliertes Soja zur Fütterung von Hühnern einzusetzen. Angeblich stünde nicht mehr ausreichend gentechnikfreie Soja zur Verfügung. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Im Vergleich zur Vorsaison gibt es nach Angaben des brasilianischen Verbandes der Produzenten gentechnikfreier Soja (Abrange) zehn Prozent mehr gentechnikfreie Soja.

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