Für den Schutz unserer Urwälder

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Am 1.12.12 waren wir erneut auf der Neckarbrücke aktiv um im Rahmen der Greenpeace-Buchenwaldkampagne weiter Paten für alte Buchen im Spessart zu gewinnen. Bei kaltem aber schönem Wetter erklärten sich innerhalb von 2 Stunden über 50 Passanten bereit eine symbolische Patenschaft für alte Buchen im Spessart, die älter als 140 Jahre sind zu übernehmen.

Damit soll der Druck auf die BaySF (Bayrischen Staatsforsten) erhöht werden endlich verantwortungsvoll mit den öffentlichen und besonders wertvollen alten Buchenbeständen umzugehen. Die Aktion sollte aber auch ein Signal an die bayerische Landesregierung senden und ihr zeigen, dass der Schutz der Wälder den Menschen in Deutschland am Herzen liegt.

Mit den Baumpatenschaften kann sich jeder für den Schutz der Urwälder von morgen engagieren. Bürger, die eine unentgeltliche Patenschaft übernehmen, erhalten eine Urkunde mit den exakten Koordinaten „ihres“ Baumes. So können sie die Bäume auf einer Karte genau zuordnen. Auf www.greenpeace.de/baumpate können Bürger sich online über die Patenschaften informieren.

Schon 2007 wurde von der Bundesregierung eine nationale Biodiversitätstrategie beschlossen, die besagt 10% der öffentlichen Wälder bis 2020 aus der Nutzung zu nehmen. Damals war der jetzige bayerische Ministerpräsident Horst Seefhofer Umweltminister. Von einer Umsetzung der Strategie fehlt jedoch derzeit jede Spur!

Anfang dieses Jahres hatten Greenpeace-Aktivisten im bayerischen Spessart Daten von über 20.000 alten Buchen und Eichen erhoben und in detaillierte Karten überführt. Von Oktober bis November haben Greenpeace-Aktivisten erneut ein Camp zur Dokumentationdes Waldes im bayerischen Spessart errichtet und weitere 13 000 über 140 Jahre alte Bäume vermessen. Mit Maßbändern und GPS-Geräten führten sie die exakte Kartierung der Buchenwälder weiter. Dieses ist notwendig, da die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) die entsprechenden Daten zurückhalten.

Wir brauchen alte Wälder als Ruhepol für uns Menschen, für den Klimaschutz und für den Erhalt der Artenvielfalt. Doch die Industrialisierung unserer Wälder bedroht die alten Baumriesen. Greenpeace fordert einen sofortigen Einschlagstopp für alle öffentlichen Buchenwälder, die älter als 140 Jahre sind. Dieser soll solange gelten, bis zehn Prozent der öffentlichen Wälder aus der Holznutzung genommen und dauerhaft geschützt werden.

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