Für den Ausstieg aus Gorleben

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Mit einem Infostand, einem Banner und einem großen leuchtenden X haben wir am Samstag, dem 05 November gegen den alljährlichen Castortransport ins niedersächsische Gorleben protestiert.

Bereits ab dem frühen Nachmittag haben wir mit einem Infostand auf der Neckarbrücke über die am 26. November geplante Großdemonstration im Wendland informiert und auf einem 4*2 meter großen Banner Unterschriften gegen die Atommüll-Endlagerung in Gorleben gesammelt. Bei Einbruch der Dämmerung haben wir ein mehr las 4 meter großes und mit 200 gelben Leuchtdioden bestücktes X eingeschaltet und so auch bei Nacht ein weithin sichtbares Zeichen gegen die Atommüll-Endlagerung im Wendland gesetzt.

Der Strahlengrenzwert am Zwischenlager Gorleben wird in diesem Jahr überschritten. Greenpeace hat vergangene Woche nachgewiesen, dass das zuständige niedersächsische Umweltministerium erhebliche Fehler bei der Berechnung der Strahlengrenzwerte gemacht hat. Eine unabhängige Greenpeace-Analyse ergab für das Jahr 2011 eine Strahlung oberhalb des Grenzwertes von 0,3 Millisievert pro Jahr. Dies hätte zu einem Einlagerungsstopp für weiteren hochradioaktiven Atommüll führen müssen. Bislang werden bereits 97 Castoren aus der Wiederaufarbeitung im Gorlebener Zwischenlager verwahrt, da in Deutschland kein Endlager für hochradioaktiven Müll existiert.

Gorleben ist aus geologischen Gründen als Endlager ungeeignet. Für den Salzstock gab es nie ein wissenschaftliches Auswahlverfahren. Ein sicherer Einschluss radioaktiver Stoffe kann in Gorleben nicht gewährleistet werden, es ist eine ähnliche Gesteinsformation wie im maroden Lager Asse. Trotzdem halten Atomindustrie und Politik an diesem Standort fest.

Für den 24. November ist der Beginn des Transports von elf Castorbehältern aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben geplant. Jeder Castor beinhaltet ein Mehrfaches an Radioaktivität wie bei dem Super-GAU in Fukushima in die Umwelt gelangt ist. Ab 2014 sollen außerdem weitere Transporte aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield (England) folgen.

Zahlreiche Tübinger Bürger sind mit der Endlagerung radioaktiven Mülls in Gorleben nicht einverstanden und haben dies mit ihrer Unterschrift auf unserem Banner bekundet.

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