Erneuter Protest bei McDonald's

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Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie groß die Alterspanne der Menschen ist, die sich von unserem Protest vor der McDonald´s Filiale in der Reutlinger Straße angesprochen fühlt und sich damit beschäftigt. Gestern hat uns z.B. ein älteres Ehepaar, so zwischen 60 und 70, dass an uns vorbeigefahren ist, zustimmend und lachend zugewunken. Einige Zeit später kam ein Junge von etwa 10 Jahren, der mit seinen Eltern unterwegs war und hat sich einen Flyer geholt.

Das zeigt sehr gut, dass die Probleme mit der Massentierhaltung und dem Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermittel uns alle etwas angehen. Wir alle haben die Folgen zu tragen. Und es geht uns hier auch nicht nur in erster Linie um McDonald´s, sondern ganz generell, darum wie unsere Lebensmittel produziert werden.

So, wie McDonald´s endlich bereit und klar dafür eintreten muss, kein Billigfleisch auf Kosten der Tiere und der Umwelt zu produzieren, so müssen auch wir Verbraucher bereit sein, den Preis für ein nachhaltig und unter fairen Arbeitsbedingungen produziertes Lebensmittel zu bezahlen.
Es wird sich nichts daran ändern, dass Menschen, die die Gen-Soja in Argentinien und Brasilien anbauen, durch den immer wachsenden Einsatz von Pestiziden vergiftet werden, wenn wir selber nicht aktiv werden. Es wird sich nichts daran ändern, dass die Umwelt mit den Folgen des Pestizideinsatzes und durch die Auskreuzung von gentechnisch-veränderten Pflanzen weiter zu kämpfen haben wird, wenn wir solche Produkte kaufen. Es wird sich auch nichts an den miserablen Zuständen in der Massentierhaltung ändern, wenn wir selbst jeden Tag ein Stück Fleisch zu einem minimalen Preis auf dem Tisch haben wollen.

Jede/r kann etwas tun. Jede/r kann, um bei McDonald´s zu bleiben, z.B. in den Filialen nachfragen, warum sie in ihrer Unternehmenspolitik nichts ändern, warum sie nicht wieder gentechnikfrei füttern, warum sie eine so miserable Tierhaltung für ihre Fleischgewinnung in Kauf nehmen. Und genauso kann jede/r von McDonald´s als Verbraucher/in einfordern, dass sie etwas ändern müssen, weil man die Produkte ansonsten nicht mehr kaufen will.

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