Erneut Protest bei Shell K-furt

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Protest gegen Bohrgenehmigung für Shell-Konzern

Auch heute zeigten wir ein weiteres Mal unseren Protest gegen die Öl-Bohrungen von Shell auf dem Gehweg vor der Shell-Tankstelle in Kirchentellinsfurt.

Heute hat US-Präsident Barack Obama dem Shell-Konzern die finale Genehmigung für Öl-Probebohrungen in der arktischen Tschuktschensee erteilt. Damit hat Shell erstmalig die Erlaubnis, nicht nur oberflächliche
Bohrungen durchzuführen, sondern auch in tiefere, potenziell ölführende Schichten vorzudringen.

Jetzt darf Shell also auch noch mit Erlaubnis und hochoffiziell die Arktis gefährden und früher oder später in einen Öl-Teppich verwandeln.  Es ist kaum zu glauben, dass hier von den Verantwortlichen mit sehendem Auge und doch mit sowenig Weitblick agiert wird, ganz nach dem Motto "Geld regiert die Welt".

Unterdessen treibt laut einer Mitteilung der dänischen Marine vor der Ostküste Grönlands vermutlich ein Ölteppich in der Arktis. Aufgrund widriger Wetterbedingungen könne jedoch derzeit keine genauere Aussage gemacht werden. Lediglich ein Schiff konnte bisher in die Region entsandt werden.

Das aktuelle Beispiel des möglichen Ölunfalls vor Grönland zeigt die Hilflosigkeit der Behörden im Umgang mit den widrigen Wetterbedingungen in der Arktis. Rund eine Woche ist vergangen, ohne dass die dänische Marine vor Ort Proben nehmen und konkrete Angaben zum möglichen Unglück machen konnte.

Präsident Obamas Entscheidung ist deshalb fatal. Mit der Bohr-Genehmigung für Shell riskiert er das sensible Ökosystem der Arktis. Selbst die US-Behörde „Bureau of Ocean Energy Management“ geht davon aus, dass es bei der Ölförderung mit einer 75 prozentigen Wahrscheinlichkeit zu Unfällen kommen wird.

Und Barack Obama führt mit seiner Entscheidung die eigenen Klimaschutz-Bemühungen ad absurdum. Ölbohrungen in arktischen Gewässern sind ein klimapolitischer Irrweg: Wenn wir unter einer globalen Erwärmung von zwei Grad Celsius bleiben wollen, dürfen wir das Öl aus den arktischen Gewässern nicht fördern und verbrennen!

Deshalb: Shell - Hände weg von der Arktis

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    PDF icon Shell in der Arktis: Wie der Öl-Konzern die Arktis bedrohtSHELL IN DER ARKTIS: WIE DER ÖL-KONZERN DIE ARKTIS BEDROHT |594.8 KBDer internationale Ölkonzern Royal Dutch Shell will in einer der letzten unberührten Regionen der Erde nach Öl bohren. Nach einer beispiellosen Pannenserie im Jahr 2012 will Shell im Sommer 2015 trotz massiver Bedenken und internationaler Proteste in die Arktis zurückkehren.

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