Erinnerung an Fukushima

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Am 11. März erinnerten die Greenpeace Gruppe Münsingen und wir Tübinger mit einer gemeinsamen Mahnwache auf dem Reutlinger Marktlatz an den 4. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima. Um auf die weiterhin in Japan, aber auch weltweit bestehenden Gefahren der Atomkraft aufmerksam zu machen, brachten wir rund um den Brunnen eine Ausstellung der etwas anderen Art an. Auf rund 40 Plakaten waren wie in einem Kalender, Tag für Tag exemplarisch Atomunfälle aus der ganzen Welt, seit Beginn der Nutzung der Atomkraft, nachzulesen. Diese sehr eindrückliche Darstellung der Häufigkeit der Atomunfälle regte viele Passanten doch zum Nachdenken an - manch einen vermutlich mehr als wenn wir ihn ansprachen um ihm einen Info-Flyer zu geben. Es war jedenfalls sehr häufig zu sehen, wie Menschen still und in sich gekehrt rund um den Brunnen gingen, um sich jedes einzelne Plakat genau durchzulesen.

Mit Einbruch der Dunkelheit entzündeten wir einen aus brennenden Teelichtern gebildeten Schriftzug „Fukushima“ zum Gedenken der fast 20 000 Opfer von Fukushima.

Doch eigentlich braucht es keinen Jahrestag, um sich an die Katastrophe zu erinnern. Wie in den vergangenen vier Jahren werden die Menschen in der Region Fukushima auch weiterhin Tag ein, Tag aus mit den Folgen des Unglücks leben müssen und dies auf Generationen hinaus. Für Japan und die ganze Welt lässt sich nur eine Lehre aus dem Desaster ziehen: Nie wieder und Nirgendwo darf Atomenergie die Existenz der Menschen bedrohen.

„Die Kluft zwischen nuklearer Rhetorik und nuklearer Realität steht bereits seit einem halben Jahrhundert ganz grundsätzlich allen weisen energiepolitischen Entscheidungen im Wege.“~ Peter A. Bradford, ehemaliger Beauftragter der Atomaufsichtsbehörde (NRC) der Vereinigten Staaten von Amerika


 

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