Eisbärin als Arktisschützerin

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„Ist der echt?“ war die häufigste Frage beim Besuch der Eisbärin Paula in Tübingen und Reutlingen am 2. und 3. August 2013. Mit einem lebensecht wirkenden Eisbärenkostüm, in dem – von außen nicht erkennbar – zwei Greenpeacer steckten, machten wir auf die Bedrohung der Arktis durch Klimawandel, Erdölförderung und industrielle Fischerei aufmerksam. Mehr als 600 Menschen in Tübingen und Reutlingen nutzten die Gelegenheit, um für ein internationales Schutzgebiet in der Arktis zu unterschreiben. Sollten Sie Paula verpasst haben, können Sie die Kampagne online unter www.savethearctic.org unterstützen.

Die Arktis ist in Gefahr

Erdölbohrungen in der Arktis sind besonders gefährlich. Austretendes Öl kann mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht beseitigt werden und schädigt noch nach Jahrzehnten die Ökosysteme. Dennoch wollen Konzerne wie Shell und Gazprom dort nach Öl bohren. Auch die Fischereiindustrie will neue Fanggründe in der Arktis erschließen und zuvor nur wenige Wochen im Jahr nutzbare Wasserstraßen werden das ganze Jahr über befahrbar. Der Lebensraum vieler Tiere wird dadurch gestört und das Unfallrisiko erhöht sich. Deshalb fordert Greenpeace nicht nur ein Schutzgebiet in der Hohen Arktis (dem Gebiet um den Nordpol), sondern auch ein generelles Verbot von Erdölförderung in arktischen Gewässern.

Begeisterung in Tübingen und Reutlingen – trotz Hitze

Außentemperaturen von über 30° C (im Kostüm noch deutlich mehr) taten der Motivation unserer Aktivisten am Freitag und Samstag keinen Abbruch. Kinder und Erwachsene waren von Paula gleichermaßen begeistert. Es gab es viel Lob für die Aktion und häufig spontanen Applaus, wenn die (meist ziemlich verschwitzten) Kostümträger abgewechselt wurden. Paula war während ihres Besuchs in Tübingen bei der Stiftskirche, auf dem Rathausplatz, der Platanenallee auf der Neckarinsel und im Alten Botanischen Garten unterwegs. In Reutlingen war sie vor der Stadthalle und dem Spitalhof zu sehen. Als nächstes reist Paula nach Frankfurt, Augsburg, Köln und Hannover, um auch dort Menschen für den Schutz der Arktis zu gewinnen. Einen laufend aktualisierten Tourplan finden Sie hier.

 

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