AKW Neckarwestheim stilllegen

Media

Während der Regierungserklärung von Ministerpräsident Stefan Mappus protestieren 12 Greenpeace-Aktivisten aus Baden-Württemberg nahe des Landtags in Stuttgart gegen den weiteren Betrieb des Atomkraftwerks Neckarwestheim I. Mit der Banner-Aufschrift "Herr Mappus, Neckarwestheim abschalten!" und mehreren gelben Fässern forderten wir den neuen Ministerpräsidenten auf, den 34 Jahre alten Atommeiler sofort vom Netz zu nehmen.

Bei eiskaltem Wetter blieben wir über vier Stunden vor Ort und wollten deutlich zeigen was wir von Stefan Mappus in seiner zukünftigen Regierungszeit erwarten. Leider war unser Standort ziemlich weit vom Landtagsgebäude entfernt, da es uns nicht genehmigt worden war, unsere Versammlung innerhalb der um das Landtagsgebäude gelegenen Bannmeile abzuhalten. Trotzdem regten wir durch unsere Präsenz mehrere Passanten, sowie Schulklassen auf ihrem Weg zum Landtag, zu Nachfragen und Diskussionen an.

Zum AKW Neckarwestheim:
Laut Atomkonsens sollte das Kraftwerk schon Ende 2008 vom Netz gehen. Durch eine Drosselung der Stromproduktion verzögerte sich dies zunächst bis April 2010. Nun bleibt der Reaktor bis voraussichtlich Herbst 2010 in Betrieb, da er die nächsten Monate mit nur ca. 250 Megawatt, also 30 Prozent seiner eigentlichen Leistungsfähigkeit, gefahren wird. Damit hält ihn die EnBW (Energie Baden-Württemberg) am Netz, bis von der Bundesregierung ein nationales Energiekonzept beschlossen wurde. Von diesem erhoffen sich Ministerpräsident Mappus und die EnBW, dass die Laufzeit von Neckarwestheim I auf Jahre hinaus verlängert wird. Neckarwestheim I gehört zu den ältesten deutschen Atomkraftwerken und steht mit der Zahl der bisherigen meldepflichtigen Ereignisse an zweiter Stelle aller deutschen Atomkraftwerke. Greenpeace fordert deshalb von der EnBW die sofortige Abschaltung von Neckarwestheim I und den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomenergie, sowie massive Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Tags