10. Mal: Protest bei McDonald's

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Eigentlich ist es eine klare Ansage, wenn man den „Stinkefinger“ gezeigt bekommt. Und eigentlich zeigt man ihn selbst auch nur dann, wenn man sich ziemlich aufregt und ein deutliches Zeichen setzten möchte.
Normalerweise bekommt man auch eine Reaktion, wenn man zu einer solch drastischen und durchaus provokanten Geste greift.

Bei McDonald´s scheint der Stinkefinger aber abzuprallen, der dem Konzern auf unseren Plakaten symbolisch von den gemästeten Hühnern gezeigt wird.

Die Produktion von Billigfleisch wirft nicht nur ethische Fragen nach dem richtigen Umgang mit Tieren auf, sondern hat gefährliche Folgen für Mensch und Umwelt. Dazu gehört die Zunahme multiresistenter Keime auf Hähnchenfleisch durch den hohen Einsatz von Antibiotika in den Ställen. Böden und Wasser werden durch Nitrat aus Mist und Gülle verschmutzt. Die Folgeschäden der skrupellosen Billigfleischproduktion müssen wir alle tragen – auch Verbraucher, die McDonald’s meiden. Greenpeace fordert von McDonald‘s, den Einsatz von Gentechnik in der Produktion von Fleisch, Eiern und Milch aufzugeben. Das Unternehmen muss artgerechte Tierhaltung und einen sinkenden Einsatz von Antibiotika in die Unternehmensleitlinie aufnehmen.

Solange sich bei McDonald´s nichts ändert, wird sich auch an dem Bild nichts ändern, dass die letzten Wochen alle paar Tage vor der Tübinger Filiale in der Reutlinger Straße zu sehen ist: Wir stehen mal mit zwei oder auch mal mit sechs Aktivisten mit unseren Stinkefingern-Plakaten auf dem Gehweg und protestieren gegen den Einsatz von gentechnisch verändertem Tierfutter und gegen die Massentierhaltung bei McDonald´s...

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