Kein Mikroplastik in den Meeren

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"Haben Sie schon einmal von Mikroplastik in Duschgel und Kosmetika gehört?" Dieser Satz, oder ein ähnlicher, wurde am heutigen Gruppenaktionstag mehrere hundert Male wiederholt. Denn Mikroplastik in Kosmetika gelangt über das Duschwasser, ungefiltert durch unsere Kläranlagen und landet letztendlich im Meer, wo es Fische und andere Organismen fälschlicherweise mit Futter verwechseln. Da in einem mit Plastik gefüllten Magen kein Platz für Nahrung bleibt, verhungern die Tiere mit vollem Bauch.

Dies war nur eine der vielen möglichen Gründe, mit denen vier AktivistInnen heute am Zinser Dreieck in Tübingen Unterschriften gesammelt haben. Bei kalten, aber trockenen Wetterbedigungen informierten sie Passanten und konnten mehrere hundert Stimmen für die Petition an Umweltministerin Barbara Hendricks sammeln. Diese wird aufgefordert ein Verbot für Mikroplastik in Kosmetika bundesweit durchzusetzen - so wie es in Großbritannien bereits geschehen ist.

Die AktivistInnen wurden wieder einmal mit der gesamten Bandbreite an Reaktionen konfrontiert. Von Belobigungen eifriger UnterstützerInnen über Unverständnis bis hin zu Beleidigungen war alles dabei. Den Großteil stellten aber wohl die halbinformierten BürgerInnen dar, die zwar schon einmal von Mikroplastik gehört haben, denen das Ausmaß aber nicht bewusst war. So konnte viel Wissen geteilt, noch mehr Info mit auf den Weg gegeben und viele interessante Gespräche geführt werden.

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